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03. Juli 2008

Duell um steirisches Factory-Outlet-Center beendet

Graz siegt gegen Leibnitz - Investor Gröbl startet 2009 im Süden der Landeshauptstadt

Graz - In der Steiermark, in dem es vorderhand noch kein Factory-Outlet-Center (FOC) gibt, scheinen die Würfel im Wettstreit zweier Projekte in Graz und bei Leibnitz gefallen: Am Donnerstag wurde bekannt, dass die Landesregierung in ihrer Sitzung am kommenden Montag (7. Juli) die Einstellung des Verfahrens auf Erlassung einer Einzelstandortverordnung und damit de facto das Ende dem Leibnitzer Projekts beschließen wird. Gleichzeitig wurden dieser Tage Details zu den Plänen des Investor Gröbl in Graz bekannt: Sein FOC soll 2009 in Bau gehen.

In der Leibnitzer Gemeide Jöß, rund 20 Kilometer südlich von Graz, hat Investor und Grundeigentümer Bertram Conrad-Eybesfeld ein FOC mit rund 20.000 Quadratmatern Verkaufsfläche und einem Budget von etwa 50 Mio. Euro geplant. Die Eröffnung war ursprünglich schon für Oktober 2008 geplant gewesen. Nicht gerechnet hatte der Betreiber mit den Mühlen von Gesetzen und Behörden: Weil auf der Grünen Wiese, wäre eine Einzelstandortverordnung nach dem Raumordnungsgesetz erforderlich gewesen, und diese wird nach durchwegs negativen Stellungnahmen von u.a. AK und Wirtschaftskammer nun versagt. Im Büro von Raumordnungslandesrat Manfred Wegscheider bestätigte man einen Bericht des ORF Steiermark: In einem voraussichtlich einstimmigen, also von SPÖ und ÖVP getragenen Beschluss, wird am Montag die Einstellung des Verfahrens verfügt. Dagegen gibt es kein Rechtsmittel.

Inzwischen arbeitet der Investor Werner Gröbl (vormals Gröbl Möbel) an der Einreichung seines Projekts, das nach seinen Worten rechtlich durch eine vorliegende Widmung gut abgesichert ist: Im Bereich des Shopping Center West soll 2009 zwischen Puntigam und Webling mit der Errichtung eines FOC begonnen werden, das in einer ersten Phase auf 25.000 Quadratmetern rund 70 Mieter beherbergen soll. Wie Gröbl gegenüber der APA sagte, sehe das Gesamtprojekt 50.000 Quadratmeter vor. Das Investvolumen von 100 Mio. Euro will Gröbl gemeinsam mit dem Immobilienfonds Carlyle bereitstellen. Betrieben werden soll das Center von Freeport (Besitzer Carlyle). (APA)